Vom Hinterland zum Sankt-Lorenz
Am Samstag waren wir in Granby (eine Stunde südöstlich von Montréal) im Zoo und -bei dem Wetter das wichtigste- im angeschlossenen Wasserpark von Danone. 



Von Sonntag bis Donnerstag waren wir ein paar Tage im Urlaub. Zuerst sind wir an einen See etwa eine Stunde nordöstlich von Montréal gefahren. Das Hotel Sacacomie am gleichnamigen See ist gänzlich aus Rundholz gebaut und versprüht schon beim Betreten einen Hauch Kanadas. Offenes Feuer, Tierfelle an der Wand und überall der Geruch von Holz. Herrlich! Als wir am Sonntag ankamen regnete es erst einmal. So fielen die zahlreich angebotenen Aktivitäten zwar sprichwörtlich ins Wasser, dafür genossen wir aber gleich den heimeligen Charme des Hotels bei einem leckeren Essen (u.a. Wapitifleisch)und selbstgebrautem Bier am Kamin.


Am Montag war das Wetter wieder schön und so gingen wir erstmal auf den See Kanufahren. Ruckzuck legten wir Kilometer um Kilometer zurück, da es uns richtig Spass machte und wir alles entdecken wollten. Es gibt dort sogar eine Insel auf der man sich fühlen kann wie Robinson und Freitag. Die hiessen doch so, oder? :)
Man ist meilenweit weg vom Trubel und kann richtig entspannen. Das Wasser war zwar etwas frisch, dafür aber glasklar und eine willkommene Abkühlung. Typisch kanadisch.
Ab und an wurde die Idylle von einem startenden oder landenden Wasserflugzeug unterbrochen, aber selbst das ist in all der Ruhe ein Hingucker.
Kurzum - geniesst die Bilder selbst.....



Es gibt dort sogar einen Badestrand
Am Mittag hatten wir ein Dinner mit der Managerin des Hauses -Colombe-, die Christian bereits von mehreren Trips in Zusammenarbeit mit Tourismus Québec kannte. Eine tolle Frau, die mir zu allem Überfluss auch noch mit Handkuss einen Job angeboten hätte. Nur dummerweisse ist das Hotel zu weit weg, zumindest ohne Führerschein. Anschliessend ging es nochmal eine Runde Kanufahren und schwimmen, bevor für den Abend ein Highlight gebucht war. Mit alten Armeekisten ging es zur Biber- und Bärenbeobachtungstour. Der Weg dorthin trägt den Spitzamen Rock'n'Roll und so fühlten wir uns auch auf dem Rücksitz. Das wäre noch ne Idee für den Europapark. Alleine die Fahrt war jegliches Geld wert. :)
Biber bekamen wir zwar zu Gesicht, die waren aber zu beschäftigt um sich mit uns zu befassen. Die Familie ist vor ein paar Tagen umgezogen und hatte nach den Regenfällen alle Mäuler voll zu tun das Terrain so abzugrenzen, dass die Strasse überschwemmt wurde. Das sind echt coole Tiere, allerdings trotz Nationalsymbol den Kanadiern ein Dorn im Auge, da sie die Wälder kaputtmachen.
Mehr Glück hatten wir mit den Bären. Nachdem wir eine Viertelstunde gewartet haben ohne dass auch nur irgendjemand einen Mucks von sich geben durfte und ich fast eingeschlafen wäre, da ich nicht mehr damit rechnete, dass wir noch irgendetwas sehen würden, kam erst ein Bär und dann sogar noch einer. An dieser Stelle bekommen die Tiere täglich ihren Mais, vorallendingen um sie vom Hotel fernzuhalten.
Noch hatte ich die Jacke aus. Minuten später bereute ich dies, da ich richtig heftig verstochen wurde.
Biber müssen echt fleissige und vorallem starke Tiere sein.

Am Dienstag fuhren wir weiter, an Québec City vorbei den Sankt-Lorenz-Strom nordwärts. Unser Ziel war das Fairmont Hotel Le Manoir Richelieu in La Malbaie. Ein schönes Anwesen, aber von den angebotenen Aktivitäten und vom Service entgegen unserer Erwartungen lange nicht so gut wie das vorhergehende Hotel. Aber traumhaft schön gelegen. 





Am Mittwoch fuhren wir noch einmal 35km nach Norden um in Saint-Simeon eine Walbeobachtungstour zu machen. Bekannter dafür ist Tadoussac an der Einmündung des Saguenay-Fjordes in den Sankt-Lorenz, diese Stadt liegt aber nochmal 35km weiter nördlich und der Urlaub sollte ja nicht nur aus Autofahren bestehen. Auf Anraten von Colombe entschieden wir uns für die Fahrt mit dem Zodiak anstadt eines herkömmlichen Touristendampfers. Und das war die geilste Bootsfahrt, die ich je hatte!
Auch hier war schon die Fahrt alleine das Geld wert. Mit Karacho übers Wasser, vorbei an Leuchttürmen, einer gigantischen Landschaft und Seehunden. Nachdem wir hin und zurück bestimmt über 50km zurückgelegt hatten, haben wir bestimmt 10 Wale gesehen. Die meissten davon waren Weisswale, sogenannte Belugas, richtig grosse wie zum Beispiel Buckelwale oder Grauwale soll es zwar viele geben, unser Glück reichte aber nur für die kleinen. Egal, umso mehr Anlass haben wir das nochmal zu machen.





Ist das nicht ein schöner Abschied?! Ein Regenbogen über unserem Zodiak.
Hier noch ein paar Fotos von der Umgebung:


Typische Ausblicke in der Region Charlevoix
Baie-Saint-Paul

Saint-Simeon
Da ich mich ja noch immer in der ungünstigen Lage befinde Joblos zu sein, habe ich mich heute Last Minute entschlossen einen zweiwöchigen Intensivsprachkurs zu absolvieren. In der selben Schule habe ich im September 2001 bereits schon einmal einen Sprachkurs besucht, der bisher einzige. Damals war ich auch nur zwei Wochen hier und es hatte mir sehr viel Spass gemacht. Umso mehr freue ich mich natürlich darauf und vorallendingen tut es mir sehr gut etwas sinnvolles zu tun ohne das ich das Gefühl haben muss, dass mir die Zeit davon rennt. Denn so ein Sprachkurs ist ja auf jeden Fall eine lohnenswerte Investition und verhilft mir mit Sicherheit noch selbstbewusster bei Vorstellungsgesprächen aufzutreten. Sehr erfreulich ist der Umstand, dass ich sehr, sehr viel Geld gespart habe, nur weil ich in Montréal wohne und weil mir die Anmeldegebühr erlassen wurde, da ich schon einmal auf dieser Schule war. Das hatte ich nicht erwartet. Heute morgen um 10 ist mir die Idee gekommen, ich hab im Internet recherchiert und dort angerufen. Um 14:00 hab ich vor Ort bezahlt und am Montag gehts los. Perfekt!!!

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